Asphaltaufbereitung mit NaRePAK - Recycling von PAK-haltigen Straßenausbaustoffen
Ein von Eisenmann Environmental Technology entwickeltes Verfahren wird umgesetzt.




RiA.H steht für: Rohstoffrückgewinnung durch innovative Asphaltaufbereitung im Harz nach dem NaRePAK-Verfahren ("Nachhaltiges Recycling von PAK-haltigen Straßenausbaustoffen"). Zum Hintergrund: In Deutschland fallen jährlich mehr als drei Millionen Tonnen teerhaltiger Straßenaufbruch an, der als gefährlicher Abfall eingestuft wird. Bisher wird dieser Straßenaufbruch überwiegend auf Deponien gebracht oder in den Niederlanden thermisch entsorgt. Mit dieser neuen Art der Asphaltaufbereitung lässt sich der Anteil des bislang deponierten Straßenaufbruchs reduzieren.



Zur Behandlung des PAK-belasteten Straßenaufbruchs hat Eisenmann seit 2009 verschiedene Versuche in einer Drehrohrpilotanlage durchgeführt. Dabei wurde ein schonendes Verfahren bei Temperaturen um 600 °C entwickelt und zum Patent angemeldet. Dank dieser Methode lässt sich das rückgewonnene Gesteinsmaterial nahezu vollständig wiederverwenden. Für dieses Verfahren wurde der baden-württembergische Umwelttechnikpreis verliehen.
Das NaRePAK-Verfahren wurde gemeinsam mit der Bettels Gruppe aus Hildesheim zur industriellen Umsetzungsreife weiterentwickelt. Die Bettels Gruppe und Eisenmann Environmental Technology arbeiten daran, das Verfahrenskonzept mit weiteren Partnern auch an anderen Standorten zu realisieren.

Weitere Informationen gibt es auf der Website RIA.H.de



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Was ist das NaRePAK-Verfahren?
NaRePAK ist ein Verfahren zur Aufbereitung von PAK-haltigen Straßenausbaustoffen. Dabei wird teerhaltiger Straßenaufbruch thermisch behandelt, um die enthaltenen Schadstoffe zu entfernen und mineralische Rohstoffe zurückzugewinnen. Die aufbereiteten Materialien können anschließend wieder als Gesteinszuschlag in Asphalt oder Beton eingesetzt werden. Das Verfahren wurde von Eisenmann Environmental Technology entwickelt und gemeinsam mit der Bettels Gruppe zur industriellen Umsetzungsreife weiterentwickelt.
Was ist teerhaltiger Asphalt?
Teerhaltiger Asphalt enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die als umwelt- und gesundheitsschädlich gelten. Deshalb wird dieses Material als gefährlicher Abfall eingestuft und kann nicht wie herkömmlicher Asphalt wiederverwendet werden. Um die enthaltenen mineralischen Rohstoffe erneut nutzen zu können, müssen die Schadstoffe zunächst entfernt oder sicher behandelt werden.
Warum muss teerhaltiger Asphalt aufbereitet werden?
Teerhaltiger Asphalt enthält Schadstoffe, insbesondere polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Deshalb gilt das Material als gefährlicher Abfall und kann nicht ohne Weiteres wiederverwendet werden. Durch eine geeignete Aufbereitung lassen sich die Schadstoffe entfernen und die enthaltenen mineralischen Rohstoffe zurückgewinnen. So können wertvolle Materialien erneut genutzt und alternative Entsorgungswege reduziert werden.
Wie funktioniert die Asphaltaufbereitung mit NaRePAK?
Beim NaRePAK-Verfahren wird PAK-belasteter Straßenaufbruch in einem thermischen Prozess bei Temperaturen von etwa 570 bis 600 °C behandelt. Dabei werden die organischen Schadstoffe aus dem Material entfernt, während die mineralischen Bestandteile erhalten bleiben. Durch die schonende Prozessführung lässt sich das zurückgewonnene Gesteinsmaterial anschließend wieder für die Herstellung von Asphalt und Beton nutzen. Die im Prozess entstehenden Rauchgase werden gereinigt, zusätzlich ermöglicht das Verfahren eine Wärmerückgewinnung.
Welche Rohstoffe können mit dem NaRePAK-Verfahren zurückgewonnen werden?
Mit dem NaRePAK-Verfahren werden die mineralischen Bestandteile des teerhaltigen Asphalts zurückgewonnen. Das aufbereitete Gesteinsmaterial kann anschließend erneut als Zuschlagstoff in der Asphalt- und Betonherstellung eingesetzt werden. Dadurch bleiben wertvolle Rohstoffe im Stoffkreislauf erhalten. Das von Eisenmann Environmental Technology entwickelte Verfahren wurde gezielt darauf ausgelegt, die Wiederverwendbarkeit des Gesteinsmaterials zu ermöglichen.
Können die aufbereiteten Materialien wieder in Asphalt und Beton eingesetzt werden?
Ja, das NaRePAK-Verfahren wurde so entwickelt, dass das zurückgewonnene Gesteinsmaterial nahezu vollständig wiederverwendet werden kann. Die aufbereiteten Materialien können als Gesteinszuschlag für Asphalt sowie für Beton eingesetzt werden. Dadurch lassen sich wertvolle mineralische Rohstoffe erneut nutzen und in neue Bauprodukte zurückführen. Eisenmann Environmental Technology hat das Verfahren gezielt auf eine hochwertige Rohstoffrückgewinnung ausgelegt.
Welche Vorteile bietet das NaRePAK-Verfahren gegenüber Deponierung oder thermischer Entsorgung?
Mit dem NaRePAK-Verfahren lassen sich PAK-haltige Asphaltmaterialien aufbereiten und die enthaltenen mineralischen Rohstoffe zurückgewinnen. Im Gegensatz zur Deponierung bleiben die Materialien damit im Stoffkreislauf erhalten und können erneut genutzt werden. Das Verfahren arbeitet zudem mit Wärmerückgewinnung und Abgasreinigung. Durch die Nutzung des im Material enthaltenen Bitumenanteils als Energieträger lässt sich der Prozess nahezu autotherm betreiben, das heißt, der zusätzliche Energiebedarf wird deutlich reduziert.
Wie viel Asphalt kann eine NaRePAK-Anlage aufbereiten?
Eine NaRePAK-Anlage kann bis zu 135.000 Tonnen teerhaltigen Asphalt pro Jahr aufbereiten. Das Anlagenkonzept ist auf eine regionale Verwertung ausgerichtet und ermöglicht die Behandlung großer Materialmengen in industriellem Maßstab. Durch die regionale Ausrichtung können lange Transportwege reduziert werden.